Praktische Aspekte beim Melken von Milchkühen
Das Melken von Milchkühen ist eine komplexe Maßnahme, bei der die physiologischen Aspekte des Tieres, die Hygiene, die Menge und Qualität der Milch sowie die Ergonomie der Arbeit berücksichtigt werden müssen. Das Melken von Milchkühen muss innerhalb einer bestimmten Zeit (8 Minuten) erfolgen, die mit der Sekretion des Oxytocin-Hormons zusammenfällt, das für das Ausstoßen von Milch verantwortlich ist. Die Arbeiter achten darauf, dass das Melken abgeschlossen ist, um die gesamte Menge an Milch und Fett zu extrahieren und Mastitis zu verhindern. Diejenigen, die melken, müssen sicherstellen, dass die Melkmaschine dem Tier keine Schmerzen verursacht, da sie Milch zurückhalten kann. Auch die Physiologie des Melkens ist sehr komplex und beinhaltet viele Faktoren, die das Ausstoßen und Evakuieren von Milch begünstigen.
Unabhängig vom gewählten Melksystem müssen bei der praktischen Durchführung des Melkens einige Grundregeln eingehalten werden: Die Kühe werden zu denselben Tageszeiten und in regelmäßigen Abständen gemolken. Das Melken erfolgt leise unter ähnlichen Umgebungsbedingungen. Diese Regeln unterstützen die Entwicklung günstiger konditionierter Reflexe und vermeiden, die Mechanismen der Hemmung des Milchausstoßes (Adrenalinsynthese) auszulösen. Die Schulung des Melkpersonals steht in direktem Zusammenhang mit der Effizienz des Melkens (ein Arbeiter versorgt 30-35 Kühe pro Stunde) und der Milch- und Euterhygiene (es ist sehr wichtig, die Zitzen vor dem Beginn des Melkens und am Ende des Melkens zu reinigen). Der Hygienegrad wird durch die Gesamtzahl der Keime und die Anzahl der Körperzellen quantifiziert.
