Thermische Bodendesinfektion mit einem Flammengerät in Geflügelställen zur besseren Vorbeugung von Kokzidien- und Bakterieninfektionen
Eine gründliche Reinigung und Desinfektion zwischen den nachfolgenden Produktionszyklen ist eine wichtige Managementpraxis in der Broiler- und Putenzucht, um Krankheiten vorzubeugen und den Infektionsdruck im Geflügelstall zu senken. In bodengebundenen Produktionssystemen kann der Bodenbelag jedoch ein Reservoir pathogener Organismen bleiben. Risse und Löcher im Boden können schwierig zu desinfizieren sein und ein potenzielles Versteck für pathogene Bakterien, Kokzidien-Oozysten und Wurmeier bleiben. Die Ausrottung von Kokzidien-Oozysten kann besonders schwierig sein, da diese Organismen mit Ausnahme von Ammoniak sehr persistent sind und von chemischen Desinfektionsmitteln weitgehend unberührt bleiben.
Eine in der Praxis bewährte wirksame Desinfektionsmethode ist die thermische Desinfektion oder Desinfektion auf der Basis von Strahlung. Die thermische Desinfektion wird mit einer Maschine mit einer Hitze von 750 ° C durchgeführt, die nur wenige Sekunden lang mit dem Boden in Kontakt kommt und währenddessen die oberste Schicht des Bodens auf 300 bis 400 ° C erwärmt. Der begrenzte Kontakt mit dem Boden verhindert eine Beschädigung des Betonbodens, tötet jedoch effektiv pathogene Organismen ab. Einige spezialisierte Geflügel-Servicefirmen bieten diese Lösung an und können auf ähnliche Weise auch die Wände des Stalls desinfizieren und so schädliche Krankheitserreger aus dem Geflügelstall entfernen.
Auf Traktoren montierte Flammengeräte auf dem Bauernhof sind ebenfalls erhältlich und ermöglichen eine kostengünstige Methode zur Desinfektion von Geflügelställen.
