Eutergesundheit beim Trocknen und auf Herdenebene, unterstützt von Sensorsystemen

 

Derzeit werden Sensorsysteme verwendet, um Kühe mit Anzeichen einer klinischen Mastitis zu identifizieren. Sensorsysteme haben jedoch ein viel größeres Potenzial, um das operative Management der Eutergesundheit durch die Landwirte zu unterstützen.

Kühe, die beim Austrocknen Aufmerksamkeit benötigen, haben typischerweise eine intramammäre Infektion und müssen für eine geeignete Behandlung im Rahmen eines selektiven Trockenkuh-Therapieprogramms identifiziert werden. Da sowohl falsch positive als auch falsch negative Warnungen Nachteile haben, sollten die Empfindlichkeit und Spezifität von Sensorsystemen gleich hoch sein (über 90%). Warnungen sollten zu einem angemessenen Zeitpunkt (einige Tage vor dem Trocknen) ausgegeben werden, und die Erkennungsleistung sollte angemessen sein.

Die Überwachung der Eutergesundheit auf Betriebsebene kann durch Kombination der Sensorwerte aller Kühe in der Herde erfolgen. Zur täglichen Überwachung der Eutergesundheit können neuartige Leistungsindikatoren auf Herdenebene entwickelt werden. Störungen auf Gruppen- oder Herdenebene können mithilfe sensorgestützter Leistungsindikatoren schneller erkannt werden. Die Sensitivität sollte angemessen hoch sein, und aufgrund der Kosten für die weitere Analyse falsch positiver Ergebnisse sollte die Spezifität mindestens 99.5% betragen. Darüber hinaus können sensorgestützte Leistungsindikatoren verwendet werden, um die Wirksamkeit der Trockenkuh- und Laktationstherapie zu bewerten.