Impfung von Kälbern zur Vorbeugung von Krankheiten
Impfstoffe sind sehr wichtige Instrumente, um den Einsatz antimikrobieller Mittel zu reduzieren und dadurch das Auftreten und die Ausbreitung antimikrobieller Resistenzen zu verlangsamen. Impfungen können auch die mit Krankheiten verbundenen Produktionsverluste verringern und führen daher zu einer nachhaltigeren Tierproduktion.
Das Risiko für Mortalität und Morbidität bei Kälbern ist in den ersten Lebenswochen am höchsten. Die Hauptursachen für die Veränderung der Mortalität in der Zeit vor dem Absetzen: Septikämie tritt am wahrscheinlichsten bei neugeborenen Kälbern (bis zu einem Alter von 28 Tagen) auf; Durchfall bei Kälbern unter 30 Tagen und Atemwegserkrankungen bei Rindern bei Milchkälbern über 30 Tagen. In dieser kritischen Zeit könnten viele Landwirte Impfungen und andere vorbeugende Maßnahmen in Betracht ziehen, um das Krankheitsrisiko zu minimieren.
Die Entscheidung, ob und wann geimpft werden soll und gegen welchen Erreger, sollte immer nach Rücksprache mit dem Herden-Tierarzt getroffen werden. Der Tierarzt kann den Impfbedarf und die Fähigkeit von Impfstoffen bestimmen, die aktuellen gesundheitlichen Herausforderungen in einem Betrieb zu verringern. Dies beinhaltet eine gute Kenntnis der Herdengesundheitsgeschichte, der diagnostischen Probenahme von Tieren, der Krankheitsprobleme in der Region, der Bewertung spezifischer Risikofaktoren und anderer Managementroutinen, die sich auf die Tiergesundheit auswirken können, z. B. Kolostrum-Management.
Es ist sehr wichtig, dass die Impfstoffe auf der angegebenen Temperatur gehalten werden, und es ist wichtig, dass die Richtlinien des Herstellers für die Injektion und den Zeitpunkt der Impfung genau befolgt werden. Viele Managementfaktoren können die Wirksamkeit der Impfung einschränken, einschließlich unzureichender Ernährung, widriger Umweltbedingungen oder Vorhandensein von Parasiten. Daher ist es wichtig, dass das Tier keinen übermäßigen Stress, Nährstoffmangel oder klinische Erkrankungen erleidet.
